Zehn Jahre Engagement für Qualität, Gesundheit, Umwelt

Das Berufsbild der Baubiologen wurde in den vergangenen 10 Jahren über die Mitarbeit in Ausschüssen, in Gremien, durch Ringversuche und über die Erarbeitung der VDB-Richtlinien klar definiert und findet weit über Deutschland hinaus – bis in den USA – höchste Anerkennung. Das Ziel von 30 engagierten Baubiologinnen und -biologen im Jahr 1998, einen Berufsverband für die Interessenvertretung ihres Berufsfeldes zu schaffen, wurde zu einem Riesenerfolg: Das Ziel, ein ernstzunehmender Partner in Fragen Schimmelpilze, Innenraumschadstoffe und elektromagnetischer Felder und Wellen zu sein, wurde klar erreicht. Die Öffentlichkeit ist auf ihr Wirken auf-merksam geworden; das Fachwissen zur Verbesserung der Umwelt wird mehr und mehr gefragt und eine klare Trennung zu Wünschelrutengehern und Geo-paten ist vollzogen.

Nach der Gründung lag der Schwerpunkt der Verbandsarbeit in den ersten Jahren darin, die Qualität der baubiologischen Dienstleistungen anhand wissenschaftlicher Arbeit und durch Qualitätssicherung darzulegen. Begriffe aus den Bereichen der Baubiologie, Vorgehensweisen, Messmethoden, Bedingungen bei Probeentnahmen und Analysemethoden wurden beschrieben und genau definiert. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine umfassende Arbeit darüber. Die erste Veröffentlichung der VDB-Richtlinien 1999 und die Herausgabe der überarbeiteten Auflage als Buch in 2005 fanden nicht nur in Expertenkreisen höchste Anerkennung und wachsendes Interesse.
Bei Fachtagungen in Kooperation mit dem Umweltbundesamt, dem Regierungspräsidium Stuttgart - Landesgesundheitsamt, dem Landesinnungsverband für das Bayerische Elektro-handwerk, Fachverbänden der Elektro- und Informationstechnik, Umwelt- und Kommunalre-feraten sowie bei den Industrie-, Handels- und Handwerkskammern sind die Vertreter des VDB als Experten anerkannt und gefragt.
Dank der wissenschaftlichen Arbeit des VDB wird auf die Mitarbeit seiner Mitglieder in VDI-Kommissionen und Prüfungsausschüssen der IHK zur Bestellung von Sachverständigen großen Wert gelegt.
Der VDB bietet jährlich Fachtagungen und zahlreiche Seminare, bei denen es neben berufs-spezifischen Themen auch um betriebswirtschaftliche Fragen und Beratungstechniken sowie Training zur besseren Kommunikation zwischen Baubiologen und Kunden geht. Mit einem Fachpublikum von fast 200 TeilnehmerInnen wurde diese Arbeit im besonderen Maß auf der 12. VDB-Pilztagung honoriert, die sich durch das Alleinstellungsmerkmal einer in die Tagung integrierten Vergleichsmessung zur "Probenahme von Schimmelpilzsporen aus Raumluft" auszeichnete. Diese Messungen haben zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität der Aussagen geführt.
Um diesen wissenschaftlichen Standard weiter zu verifizieren, werden am 27. und 28. Feb-ruar 2009 im Rahmen der 7. EMV-Tagung des VDB in Würzburg zwei Ringmessungen niederfrequenter und hochfrequenter Felder durchgeführt.
Die Fortbildungsreihe des VDB steigert sich jährlich. In diesem Jahr werden noch ein Schimmelpilzanalytikseminar für Einsteiger und zur Auffrischung am 24. und 25. Oktober 2008 in Veitshöchheim sowie erstmalig ein großes Kooperationsseminar zum Thema „Recht inten§iv“ am 08. und 09. Dezember 2008 in Fulda angeboten.
Eines der wesentlichen Ziele sieht der VDB auch in Zukunft in der stetigen Qualitätsverbesserung. So ist die VDB-Zertifizierung zum Sachverständigen für Baubiologie ein Schritt dieser Qualitätsverbesserung baubiologischer Dienstleistungen. Die Zertifizierung und der damit verbundene Qualitätsnachweis für den Kunden steht allen baubiologisch Tätigen und Sach-verständigen offen. Bis heute bieten elf Sachverständigenbüros, die sich dem Audit der Zertifizierung erfolgreich gestellt haben, ihren Kunden diese zusätzliche Befähigung. Zur Vorbereitung des Re-Audit werden jährliche Fortbildungen zu den Themen „Gutachtenerstellung sowie rechtliche Aspekte und Haftpflichtfragen bei baubiologischer Tätigkeit“ angeboten.
Der VDB-Vorstand Martina Clemens-Ströwer, Doris Schünemann und Andreas Stache sowie die Geschäftsführerin Sabine Müller-Dietrich danken besonders den Mitgliedern, die durch ihr Engagement zu den Erfolgen des VDB beigetragen haben und den Verband unermüdlich unterstützen.