VDB Pressemitteilung - Schimmel vermeiden – Feuchte vertreiben

Gerade in der Übergangszeit im November und Dezember, bevor es im Januar so richtig knackig kalt wird, besteht die größte Gefahr für einen Schimmelpilzbefall hinter Schränken und an kalten Außenwänden.

Das liegt daran, dass in den Wohnungen noch die Feuchte vom Sommer sitzt - und die muss jetzt rausgelüftet werden, um dem Schimmelpilz keine Chance zu geben.

Besonders jetzt ist intensives Lüften angesagt, zumindest für Wohnungen, die über keinen perfekten Wärmeschutz verfügen.

Ein typisches Warnzeichen, dass Lüftungsbedarf besteht, ist ein zentimeterdicker Kondensstreifen auf dem Fenster am Morgen.
Aber wie lüfte ich am effektivsten die sommerliche Feuchte zum Fenster raus?

Hierzu gibt es fast eben so viele gut gemeinte Ratschläge wie gut gemeinte Tipps zur Vermeidung einer Erkältung.

Fakt ist: Es gibt keine „goldene Lüftungsregel“, die für jede Wohnung und jeden Lebensstil gilt. Dafür sind die Wohnsituationen einfach zu individuell.

Eine Empfehlung wie z. B. dreimal täglich Lüften kann für die konkrete Situation wie ein Blick in die Kristallkugel sein – und völlig danebenliegen.

Es gibt aber einen einfachen Trick, um den ganz persönlichen Lüftungsbedarf zu ermitteln: Stellen Sie ein digitales Hygrometer (Feuchtemesser) im Bad, im Schlafzimmer oder in einem anderen Raum auf (Geräte gibt es bereits für ca. 9 €) und achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit (bei Außentemperaturen unter 5°C) nicht über 45 - 50 % relative Feuchtigkeit liegt. Klettert die Anzeige dauerhaft über 50 % r. F., ist Lüften angesagt. Nur in Altbauwohnungen mit richtig kalten Wänden und alten Fenstern können 50 % r. F. schon zu viel sein.

Welches Lüftungskonzept - Querlüften, Stoßlüften oder aber eine Kippstellung mehrerer Fenster (und wie lange und wie oft) - im jeweiligen Fall, den besten Erfolg bringt, verrät die Anzeige auf dem Hygrometer.

Nur drei Grundregeln müssen beachtet werden:

(1) Öffnen Sie ein Fenster, sobald Feuchtigkeit z. B. beim Duschen oder Kochen entsteht, bevor sich die Feuchtigkeit in den Wänden niederschlägt und nur schwer wieder abgelüftet werden kann.

(2) Die Raumtemperatur darf (auch beim Lüften) nicht unter 17°C absinken, da sonst die Oberflächen feucht und nicht trocken werden.

(3) Feuchtedepots wie z. B. eine nasse Dusche,sind zu vermeiden; der letzte Benutzer sollte beispielsweise die Dusche trocken reiben, da andernfalls den ganzen Tag über gelüftet werden müsste.

Laden Sie sich hier den einfachen VDB-Leitfaden für die Wohnraumlüftung in der Heizperiode herunter.

Bei konkreten Fragen vermitteln wir Ihnen unter der kostenlosen Servicenummer 0800-2001 007 werktags von 8:00 bis 16:00 Uhr gerne einen unserer Experten.