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Menschen in Europa verbringen 90 % ihrer Lebenszeit
in Innenräumen, trotzdem findet in der Öffentlichkeit
die Umweltverschmutzung im Außenbereich in der Regel wesentlich
mehr Beachtung als die"Umwelt" innerhalb von
Gebäuden.
Die WHO schätzt, daß weltweit 30% der neuen bzw. renovierten
Gebäude eine problematische Raumluftqualität aufweisen.
Diese sprichwörtlich "dicke Luft" im Büro hat
Einfluß auf das gesundheitliche Wohlbefinden und damit
auf die berufliche Leistungsfähigkeit, die Produktivität
und Qualität im Arbeitsprozeß.
Die Auswirkungen von Umweltbelastungen verschiedenster
Art in Gebäuden werden weltweit als Sick Building Syndrome
(SBS) bezeichnet. Unter diesem Begriff werden Störungen
des Wohlbefindens und der Behaglichkeit zusammengefaßt,
die in engem Zusammenhang mit dem Aufenthalt in Innenräumen
stehen und in erster Linie Folgen von schlechter Luftqualität
sind.
Als "Luftverschmutzungen". kommen z.B. erhöhte
Belastungen durch Allergene, Schimmelpilze und andere
biogene Schadstoffe, Gerüche sowie zahlreiche chemische
Innenraumschadstoffe in Frage. Aber auch ein gestörtes
Raumklima und physikalische Einwirkungen wie z.B. elektromagnetische
Immissionen ("Elektrosmog"), ungünstige Beleuchtung
oder Schallbelastung beeinträchtigen das Wohlbefinden
am Arbeitsplatz.
Der erste Schritt einer baubiologischen Betreuung besteht
in der gründlichen Bestandsaufnahme vor Ort. Hierbei erfolgt
die Begehung der Räumlichkeiten, Ursachenforschung durch
Gespräche mit den Mitarbeitern, Erfassung von Bauund Ausstattungsmaterialien
sowie
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potentieller Schadstoffquellen und anderer Belastungsfaktoren.
Als Resultat der Bestandsaufnahme ergibt sich die Strategie
zur weiteren Vorgehensweise. Hier bietet sich durch empfindliche
Messungen und Laboranalytik die Möglichkeit, genaue Aussagen
zu Art und Ausmaß einer biologischen, chemischen oder
physikalischen Belastung zu treffen. Auf Grundlage der
so gewonnenen Daten können sofern erforderlich individuelle
Lösungen zur Verbesserung der Arbeitsumwelt konzipiert
und umgesetzt werden.
Unsere nächste Umwelt ist der Innenraum. Umweltbedingte
Streßfaktoren gibt es in Gebäuden häufiger als draußen.
Die Verantwortung für den Arbeitsplatz ist nicht anonym
besetzt, sondern wird von einer überschaubaren Anzahl
von Personen getragen. Deshalb gibt es hier eine reale
Chance zur Korrektur.
Schadstoffbelastungen, Elektrosmog, Raumluftund Klimabedingungen
haben einen Einfluß auf die Produktivität, die Qualität
und das Arbeitsklima im Büro. Baubiologische Untersuchungen
und Beratungen sorgen dauerhaft für ein gesundes und leistungsförderndes
Ar-
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