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Pressemitteilung des VDBBerufsverband Deutscher Baubiologen warnt vor krebserzeugenden PAKPressemitteilung vom 11.9.1998Die in die Diskussion geratene Gesundheitsgefahr durch PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Parkettklebern beschränkt sich nicht nur auf ehemalige US-Housings Areas. Der VDB stellt fest, daß PAK auch in ehemaligen britischen Häusern und Wohnungen im westfälischen Raum gefunden wurden. Als Quelle der PAK - Belastung wurde dort nicht nur der Parkettkleber identifiziert, sondern auch andere Fußbodenkleber für z.B. PVC und Fliesen. Die Analyse von Hausstaubproben aus Frankfurter und Dortmunder Wohnungen zeigt, daß neben der PAK Belastung in den betroffenen Häusern häufig auch eine Gesundheitsgefahr durch die Biozide DDT und Chlorpyrifos sowie Asbest besteht. PAK entstehen z.B. bei Verbrennungsprozessen und sind in großen Mengen in Ruß, Teer und Bitumen enthalten. Ursachen für PAK Belastungen in Innenräumen können neben Zigarettenrauch und Straßenverkehr der Einsatz in Bauprodukten (z.B. Bitumen, Teerpechkleber) oder Holzschutzmitteln (Carbolineum) sein. PAK gelten als gesundheitsschädlich. Einatmen, Verschlucken (Essen, Trinken oder Rauchen mit beschmutzten Händen) oder Aufnahme über die Haut können zu Gesundheitsschäden wie z.B. Haut- und Schleimhautreizungen, Erkrankungen der oberen und unteren Atemweg, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, spontanes Nasenbluten u.a. Symptomen führen. Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z.B. Lungen-, Kehlkopf- und Hautkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht. Neusten Informationen zur Folge haben PAK eine hormonähnliche Wirkung auf den Menschen. Aus diesen Gründen verbietet die Teerölverbotverordnung von 1991 die Anwendung teerölhaltiger Präparate in Innenräumen und im Außenbereich. Weiterhin fand man in einigen der Haustaubproben der Frankfurter und Dortmunder Wohnungen erhöhte Werte an DDT und Chlorpyrifos. Hierbei handelt es sich um Insektenvernichtungsmittel, die sowohl fruchtschädigend wirken als auch im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Der Umgang mit PAK-belasteten Wohnungen und deren Sanierung wird in den einzelnen Städten und Regionen sehr unterschiedlich gehandhabt. Während sich die Verhandlungen über die Übernahme der Sanierungskosten im Frankfurter Raum zum Ärgernis der Betroffenen in die Länge ziehen, hat man in Fürth bereits zwei Monate nach Bekanntwerden der Schadstoffbelastungen die umfassende Sanierung der ca. 1.200 ehemaligen US Wohnungen auf Kosten der Wohnungsbaugesellschaft WBG beschlossen. In Westfalen versucht das Bundesvermögensamt als ehemaliger Besitzer der Wohnungen mit Hilfe einer Stichtaglösung die Kosten der Sanierung niedrig zu halten. So wird den jetzigen Besitzern die Kostenübernahme der Sanierungsmaßnahmen nur dann in voller Höhe erstattet, wenn sie nach dem 1.6.1997 die Immobilie gekauft haben. Erfolgte der Kauf vor dem Stichtag bekommen die Betroffenen nur einen Teilbetrag der Sanierungskosten erstattet. Viele Betroffene scheuen sich ihre Wohnungen auf PAK untersuchen zu lassen, möglicherweise aus Angst vor den daraus resultierenden Sanierungsmaßnahmen. Dabei ist dies die erste Maßnahme, mit die Bewohner sich über das Ausmaß der Belastung informieren und letztendlich eine Übernahme der Sanierungskosten einleiten können. Weitere Informationen und fachkundige Beratung zu PAK vor Ort vermittelt das bundesweit gebührenfreie "Gesünder-Wohnen-Telefon”" des VDB e.V. unter der Rufnummer 0800 - 2001 007 von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 18 Uhr. Wir sind auch unter der eMail : netzwerk@baubiologie.net erreichbar. gez. Uwe Münzenberg Lauf/Pegnitz gez. Nicole Richardson, Witten gez. Elek Szabo, Marburg gez.Sabine Weber |
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