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Pressemitteilungen des VDBAlle Jahre wieder: Strahlende Gesichter dank schnurloser TelefonePressemitteilung vom 9.12.1998Jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit boomt der Absatz von
schnurlosen Telefonen, auch Home-Handies genannt. Den größten
und ständig steigenden Marktanteil haben die digitalen Geräte
nach dem technischen DECT- oder DECT/GAP-Standard. Sie sind bekannt
für ihre guten technischen Eigenschaften und den hohen Bedienungskomfort.
Vielfach unbekannt ist den Käufern dagegen der Verdacht auf ein
besonderes biologisches Risiko beim Einsatz dieser Telefone. Die DECT-Technik funktioniert nach einem ähnlichen Grundprinzip
wie die Technik der "großen Handies" des D- und E-Netzes. Die
gemeinsame Besonderheit besteht darin, daß alle diese neuen, digitalen
Systeme mit sogenannter periodisch gepulster Strahlung arbeiten.
Man kann sich die Pulsung wie "Funkblitze" vorstellen, die ein
DECT-Gerät präzise 100 mal pro Sekunde aussendet. Vergleicht man
in einer Analogie die Funkwellen mit Lichtwellen, so entspricht
z.B. ein UKW-Rundfunksender einer konstant leuchtenden Glühlampe.
Die periodisch gepulste Strahlung eines digitalen Funksystems
entspricht dagegen den flimmernden Lichtblitzen eines Stroboskops. Während biologische Risiken von D- und E-Netz-Mobiltelefonen
seit ihrer Einführung permanent diskutiert werden, ist es diesbezüglich
still um die schnurlosen Home-Handies, obwohl bei ihnen der Verdacht
auf die gleichen biologischen Risiken besteht. So wurden an der Universitätsklinik Lübeck Veränderungen der
Hirnströme im EEG (Elektro-Enzephalogramm) des Menschen unter
dem Einfluß von periodisch gepulster Hochfrequenz beobachtet,
die bei ungepulster Strahlung nicht auftreten. Einflüsse auf die
Schlaf- und Traumphasen des Menschen wurden an der Universitätsklinik
Mainz festgestellt. Ein australisches Forscherteam fand im Tierversuch
erhöhte Krebsanfälligkeit bei Mäusen; das Experiment erfolgte
im Auftrag der australischen Telekom, die eigentlich die Wirkungslosigkeit
der gepulsten Strahlung demonstrieren wollte. Trotz aller dieser
Untersuchungen gelten die mit periodisch gepulster Strahlung arbeitenden
Systeme offiziell als unbedenklich, da sie keinen der geltenden
Grenzwerte überschreiten. Diese Grenzwerte basieren allerdings
allein auf der Wärmewirkung von hochfrequenter Strahlung; Auswirkungen
auf die empfindlichen Regelungssysteme des menschlichen Organismus
(wie z.B. Nerven- und Hormonsystem, Immunsystem, Zellkommunikation)
sind hierin überhaupt nicht berücksichtigt. Kaum bekannt ist auch, daß die Basisstationen der DECT-Systeme
permanent senden, 24 Stunden Tag und Nacht, also auch dann, wenn
gar nicht telefoniert wird. Dazu steht die Basisstation nicht
draußen irgendwo im Stadtviertel, sondern innerhalb der eigenen
Wohnung, möglicherweise gar im Schlafzimmer. Unverdächtiger hinsichtlich ihrer biologischen Risiken sind die
"klassischen" analogen Schnurlos-Telefone, die nach dem technischen
Standard CT-1+ (sprich: "CT 1 Plus") arbeiten. Sie kommen ohne
gepulste Strahlung aus, und die Basisstationen senden nur, wenn
es wirklich erforderlich ist - also nur dann, wenn tatsächlich
telefoniert wird. Bei Fragen zu schnurlosen Telefonen und Mobilfunk können sich
die Bürgerinnen und Bürger an das kostenfreie "Gesünder-Wohnen-Telefon"
des VDB e.V. unter der Rufnummer 0800 - 2001 007 von Montag bis
Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr wenden. Wir sind auch unter
der eMail : netzwerk@baubiologie.net
erreichbar. gez. Dr.-Ing. Martin H. Virnich, Mönchengladbach gez. Nicole Richardson, Witten [ zurück zum Seitenanfang ] [ zurück zur Übersicht ]
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