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Pressemitteilungen des VDB
Schimmelpilze und Holzschutzmittel als Umweltprobleme Nr. 1
im Haus
Pressemitteilung vom 6.9.1999
1 Jahr Berufsverband Deutscher Baubiologen - 1 Jahr Gesünder-Wohnen-Telefon
Genau vor einem Jahr wurde der Berufsverband Deutscher Baubiologen
(VDB) gegründet. Es ist also Zeit für eine erste Bilanz.
Ins Leben gerufen wurde der Verband um ratsuchenden Bürgerinnen
und Bürgern die über 10jährigen Erfahrungen der Baubiologen zur
Verfügung zu stellen. Ein Netzwerk von Beratern vermittelt kompetente
Hilfe zum gesundem Wohnen mit dem Ziel unnötige Umweltrisiken
zu vermeiden.
Eine Auswertung der Beratungsgespräche mit mehr als 2500 Ratsuchenden,
die unter der gebührenfreien Rufnummer des Gesünder-Wohnen-Telefons
angerufen haben, ergab: Umwelt in den eigenen vier Wänden ist
ein wichtiges Thema für die Bürgerinnen und Bürger - wichtiger
als häufig angenommen wird. Besonders Altlasten aus den 60er und
70er Jahren oder oberflächlich teilsanierte Häuser werden häufig
zum Problemfall. Folgende Verteilung der Problembereiche konnten
wir feststellen:
Den Beraterinnen und Beratern am Servicetelefon fiel zusätzlich
auf, daß sich die Bürger häufig allein gelassen fühlen. Behörden
und Mediziner können oft nicht auf die geschilderten Problemen
eingehen.
Der Berufsverband Deutscher Baubiologen fordert deshalb in Rahmen
eines vorbeugenden Verbraucher- und Patientenschutzes:
- Die Umweltproblematik im häuslichen Umfeld muß bei der
ärztlichen Anamnese berücksichtigt werden!
Mittlerweile ist es akzeptiert, daß Innenraumschadstoffe und
Wohngifte wie Holzschutzmittel, Schimmelpilze, oder Formaldehyd
zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.
In der Gebührenordnung für Ärzte existiert für diesen so wichtigen
Aspekt jedoch kein Abrechnungspunkt - so wird häufig das Wohnumfeld
in der Anamnese nicht mit berücksichtigt. Die Folge sind allzu
oft teure Therapien ohne Erfolg, da die Krankeitsursachen nicht
erkannt und überhaupt nicht beseitigt werden können.
- Staatliche Hilfeleistungen der Sanierung von Innenraumschadstoffen
im privaten Bereich!
Betriebe können die Sanierungen ihrer Altlasten steuerlich geltend
machen. Ist die Unternehmung liquidiert, so werden die Kosten
von der Allgemeinheit getragen. Diese Möglichkeit steht Privatmenschen
nicht zur Verfügung: sie bleiben auf ihren persönlichen "Giftdepots"
einfach sitzen. Durch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
wird es ihnen sogar noch erschwert, sich von ihrem häuslichen
Gift zu trennen. Die Folgen: die eigene Wohnung wird zur 'Sondermülldeponie'.
Was hat der VDB für ein gesünderes Bauen und Wohnen bisher
getan?
- Der VDB entwickelte einen Immobiliencheck. Anhand dieser
Checkliste können Verdachtsmomente auf Wohngifte vor dem Kauf
erkannt werden und so unnötige hohe Sanierungskosten von vornherein
vermieden werden.
- Transparente Richtlinien (Veröffentlichung wird zur
Zeit vorbereitet): Mit transparenten Richtlinien soll die Möglichkeit
geschaffen werden, vergleichbare und reproduzierbare Untersuchungsergebnisse
zu liefern, die den ersten Schritt einer baubiologischen Betreuung
und Beratung darstellen. Ziel aller durchgeführten Untersuchungen
ist es letztlich, auf Grundlage der Ergebnisse gesundheitliche
Belastungsfaktoren zu erkennen, diese zu bewerten um dann im
Sinne einer langfristigen gesundheitlichen Vorsorge, individuelle
Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
- Ratsuchende oder Umweltgeschädigte profitieren vom Berufsverband
besonders durch das Gesünder-Wohnen-Telefon mit der gebührenfreien
Rufnummer 0800 - 2001 007: Dort werden von 09.00 bis
18.00 Uhr an den Werktagen telefonische Beratungen gegeben,
und bei Bedarf können Ratsuchende an Baubiologen in ihrer Umgebung
vermittelt werden.
Weitere Informationen können von der Bundesgeschäftsstelle VDB
e.V., Reindorfer Schulweg 42, 21266 Jesteburg, Tel: 04181 - 20
39 450, Fax: 04181 - 20 39 451erfahren.
Wir sind auch unter der eMail : netzwerk@baubiologie.net
erreichbar.
Gez. Nicole Richardson und Uwe Münzenberg
Vorstandsmitglieder des VDB e.V.
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