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Veröffentlichungen und Presseberichte zum Thema "Pilze"
Gesundheitliche Auswirkungen
von Schimmelpilzen in Wohnräumen
Überblick über den
Stand der aktuellen Diskussion
Pilze sind kohlenstoffheterotrophe Lebewesen, das heißt, sie
sind, wie die Tiere, auf organische Verbindungen als Energielieferanten
angewiesen, die vorher von grünen Pflanzen synthetisiert worden
sind. Als saprobische Organismen beziehen sie die notwendigen
Kohlenstoffverbindungen aus organischen Rückständen, d. h. toten
Tieren und Pflanzen. Ihr Anteil an der Biomasse der Erde wurde
auf ca. 25% geschätzt. Zusammen mit den Bakterien sind sie für
den Abbau von abgestorbener Biomasse verantwortlich.
Pilze gedeihen in wäßrigem Medium oder in feuchter Umgebung,
besonders die höher entwickelten Formen auch in relativ trockenem
Milieu. Die Intensität des Pilzwachstums hängt unter anderem von
der Nährstoffkonzentration ab. Es gibt ca. 250 000 bekannte Pilze
und nur ein kleiner Teil davon ist unter bestimmten Bedingungen
schädlich für den Menschen. Im menschlichen Körper können Pilze
ebenfalls vorkommen. Das darf aber auf keinen Fall toleriert werden,
sondern ist als krankhaft anzusehen und zu behandeln.
„Schimmelpilze“ sind keine wissenschaftlich systematische
Einheit. Es sind Pilze ohne auffällige Fruchtkörper die normalerweise
keine Sproßzellen ausbilden, wie das die Hefepilze tun.
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Die in Innenräumen vorkommenden Pilze gehören bis auf ein paar
Ausnahmen zur Klasse der Fungi imperfecti. Ihre Wachstumszyklen
und ihr Verhalten in Innenräumen ist noch wenig erforscht. Die
Diskussion über Schimmelpilzbefall in Innenräumen hat in den letzten
Jahren zugenommen. Feuchtigkeit, die nach Unterschreitung der
Taupunktstemperatur in liquider Form an Oberflächen auftritt,
ist eine zwingend notwendige Grundvoraussetzung für das mikrobielle
Wachstum. Hineingelüftete Schimmelpilzsporen aus der Außenluft
wachsen auf durchfeuchteten Baumaterialien innerhalb von 3-4 Tagen.
Durch Tapete, Kleber, Anstrichfarben und Putz sind genügend Kohlenstoff-
und Stickstoffquellen als Substrate vorhanden.
Wie lange und wieviel Feuchtigkeit muss es sein?
- Sporenkeimung beginnt nach 12 Stunden und das Wachstum nach
24 Stunden
- Schon 70% relative Luftfeuchtigkeit sind ausreichend für
Wachstum
Das Schimmelpilzwachstum in Gebäuden mit den sich daraus ergebenden
gesundheitlichen Gefährdungen der Bewohner ist ohne vorliegende
Feuchtebelastung nicht möglich. So wird verständlich, daß eine große
Anzahl epidemiologische Studien der jüngsten Zeit einen Zusammenhang
zwischen Feuchtebelastung und Schimmelpilzwachstum in Innenräumen
einerseits und dem zunehmenden Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden
andererseits aufzeigen.
Pilze und Bakterien kommen überall in der Umwelt vor und werden
unter normalen Bedingungen ohne auffallende Reaktionen vom menschlichen
Organismus toleriert. Bei stärkerer Exposition lassen sich jedoch
verschiedene Effekte wie Infektionen (Mykose), Vergiftungen (Mykotoxikose)
und allergische Sensibilisierung (mykogene Allergie) beobachten.
Über die genauen Zusammenhänge und Wirkungsmechanismen besteht
weiter großer Erkenntnisbedarf. Das Gebiet der allergenen Wirkung
von Schimmelpilzen wird schon seit Jahrzehnten untersucht, trotzdem
sind die Kenntnisse hier noch sehr lückenhaft. Dies liegt unter
anderem daran, dass Schimmelpilzmessungen oft nur unvollständige
Informationen liefern und die Ergebnisse sehr stark von der verwendeten
Methode abhängen.
Die Gesundheitsgefahr durch inhalativ aufgenommene Mykotoxine
wurde erst viel später erkannt, inzwischen wird ihr eine große
Bedeutung beigemessen. (Johanning et al. 1996, Sorensen 1987)
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Berichte über allergische Reaktionen auf Pilze reichen bis ins
18.Jahrhundert zurück. Die wichtigsten Allergene werden von saprophytischen
(microfungi) Pilzgattungen wie Mucor, Rhizopus, Cladosporium und
Aspergillus gebildet.
Angeborene oder erworbene spezifische Änderung der Reaktionsfähigkeit
des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen
Substanzen, die als Allergen erkannt werden. Eine Allergie entwickelt
sich unabhängig vom jeweiligen Typ der Allergie in drei Phasen:
- klinisch stummer Erstkontakt
in einer Sensibilisierungsphase, die Tage bis mehrere Jahre
dauern kann, verläuft subklinisch und läßt sich nur über allergenspezifische
IgE-Antikörper in der Haut und im Serum erkennen.
- Auslösephase
erneuter Kontakt an den allergisierten Organsystemen (Haut,
Bindehäute der Augen, Nasen-Rachen-und Bronchialschleimhaut,
Magen-Darm-Trakt).
- Die Unterhaltung bzw Chronifizierung
Allergien werden unterteilt in drei überwiegend durch humorale
Faktoren unterhaltene Frühreaktionen (Allergien Typ I-III) und
eine zellulär vermittlelte Spätreaktion (Typ IV-Allergie). Die
Formen sind nicht isoliert voneinander, sondern können zum Teil
parallel oder ineinander übergehend verlaufen.
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genetische Faktoren:
- Atopie: Disposition zur überschießenden Bildung von Gesamt-IgE
sowie deren Fixierung besonders an Mastzellen und basophile
Granulozyten der Haut und Schleimhaut.
- Verminderte Aktivität der Suppressorzellen,
- HLA-assoziierte allergische Reaktionsbereitschaft (HLA= human
leucocyte antigen system= komplexes System von
Gewebeantigenen). Das HLA-System spielt eine wichtige Rolle
bei immunologischen Abwehrreaktionen, speziell beim Erkennen
von „Selbst“ und „Nichtselbst“.
nicht erbliche Faktoren:
- intensive Allergenexposition (aufgezwungene Allergie)
- erhöhte Permeabilität der Haut- und Schleimhautbarriere durch
bakterielle und virale Infekte oder chemische Irritation (auch:
Passivrauchen)
- veränderte Reaktionsbereitschaft von Mastzellen, Monozyten,
basopilen und eosinophilen Granulozyten besonders bei chronischem
Verlauf der Typ- I- Allergie
- psychische Faktoren bei der allergenspezifischen Sensibilisierung
und aktuellen Reaktionsbereitschaft
Die Symptome entwickeln sich unter Vermittlung von IgE-Antikörper
unter Freisetzung verschiedener Mediatoren wie Histamin, Leukotrienen,
Prostaglandinen aus Basophilen und Mastzellen. Bei der Typ I -
Allergie führt der Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz
innerhalb von wenigen Sekunden (Insektenstich), Minuten (Hausstaub,
Schimmel, Pollen) oder auch einer halben Stunde (Nahrungsmittel)
zu Symtomen wie Ausschlag, Schleimhautschwellungen, Bindehautentzündungen
(Konjunktivitis), Rhinitis allergica (allergischer Schnupfen),
Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), hyperreaktives Bronchialsystem,
Kreislaufstörungen, Atemnot bis hin zum allergischen Asthma.
Zu den Schimmelpilzen, die Inhalationsallergien (allergische
IgE-vermittelte Typ I-Reaktion) hervorrufen können, gehören Zygomyceten,
Ascomyceten, Basidiomyceten und Deuteromyceten.
Der Nachweis erfolgt über RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test)
oder Intrakutantest (Prick-Test).
RAST: Radio-Immunassay zur quantitativen Bestimmung von allergenspezifischem
IgE im Serum (Serumprobe wird mit an Trägermaterial gebundenem
Testantigen inkubiert; die sich bildenden Immunkomplexe werden
mit radioaktiv markierten Anti-IgE-Antikörpern nachgewiesen; die
Serumkonzentration ist proportional der Strahlungsintensität der
trägerfixierten Immunkomplexe)
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Aus Antigenen und Antikörpern (IgG, IgM) bilden sich Gewebeständige
oder zirkulierende Immunkomplexe. Bei der Phagozytose durch Granulozyten
werden gewebeschädigende Enzyme freigesetzt.
Als selten auftretende Erkrankung sind die exogen-allergische
Alveolitis (EAA) zu nennen. Sie gehört zu den IgG- und IgM- vermittelten
Typ III-Reaktionen, die vor allem durch thermophile Actinomyceten,
Schimmelpilze, Vogelfedern und Proteine von Insekten und Schalentieren
hervorgerufen wird. Die inhalative Typ III-Allergie tritt bei
der „Vogelhalterlunge„ (z.B. Ziervögel in der Wohnung), der Befeuchterlunge
(z.B. durch Luftbefeuchter in Wohnungen und Klimaanlagen in Großraumbüros)
und bei der Farmerlunge (z.B. thermophile Actinomycetenbelastung
in der Landwirtschaft) auf.
Nach Allergenexposition kommt es zu Husten, Schüttelfrost, Fieber,
zunehmender Atemnot. Bei chronischem Verlauf kann sie in eine
Lungenfibrose übergehen, einem bindegewebig narbigen Umbau des
Lungengerüsts, der zu einer restriktiven Ventilationsstörung führt.
Nach neueren Erkenntnissen kann eine EAA aber
auch durch eine unauffällige konstante Exposition im häuslichen
Bereich ausgelöst werden. So wird vermutet, dass ein Teil der
idiopatischen Lungenfibrosen durch nicht erkannte exogen-allergische-Schimmelpilzalveolitiden
bedingt sein könnten (Sieber und Simon 1996, Bayerisches Staatsministerium
für Landesentwicklung und Umweltfragen 1998)
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Als Mischformen der Allergietypen untereinander
und mit toxisch- entzündlichen Krankheiten andererseits sind z.
B. bekannt:
- Die allergische bronchopulmonale
Aspergillose (ABPA) und das Bäckerasthma die man zu den kombinierten
Typ I/Typ III - Allergien zählt.
- Die exogen-allergische Alveolitis
trägt auch Züge einer zellvermittelten Typ-IV-Allergie.
Manchmal lassen sich die Erkrankungen, die nach Schimmelpilzexposition
festgestellt werden, nicht klar zwischen Allergien und toxischen-
entzündlichen Erkrankungen abtrennen. Verschiedenen Krankheitsbilder
stellen möglicherweise eine Kombination dar (organic dust toxic
syndrome, Mucous membrane irritation, Chronische Bronchitis, Extrinsic-allergic
alveolitis, hypersensitivity pneumonitis) (Johanning 1998).
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Fremdstoffe werden nach Prozessierung und Präsentation durch
antigenpräsentierende Zellen von T-Zellen erkannt und es wird
eine zelluläre Abwehrreaktion ausgelöst. Wird die Reaktion nicht
von einem Krankheitserreger, sondern durch andere Faktoren wie
Nahrungsmittel, Umweltschadstoffe oder Schimmelpilze ausgelöst,
so kommt es zu einer Immunaktivierung, die sich bei längerer Dauer
auch gegen körpereigene Strukturen wenden kann. Die Symtome sind
dabei vielfältig und reichen von Müdigkeit, über Kopf- und Gliederschmerzen
bis zu neurologischen und psychiatrischen Symtomen. Aufgrund der
unklaren Symptomatik und des verzögerten Einsetzens der Krankheitserscheinungen
ist die Bedeutung der Typ IV- Allergie in der Vergangenheit oft
unterschätzt bzw. die Symptome sind häufig anderen Ursachen zugeordnet
worden. Die Typ- IV- Reaktion wird heute als einer der Auslöser
chronischer Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten wie des chronischen
Müdigkeitsyndroms und der Fibromyalgie diskutiert.
Der Nachweis der Typ IV – Allergie erfolgt über den Lymphozytentransformationstest
(LTT) oder einen Hauttest mittels Testpflaster (Epicutantest)
Schwierigkeiten bei der Diagnose
Laboruntersuchungen und Hautteste genügen oft nicht, um eine
allergische Krankheit und das krankmachende Allergen erkennen
zu können.(Jorde 1998). Ein weiteres Problem ist die Vielfalt
an Symptomen die eine Allergenexposition hervorrufen kann und
deren individuell unterschiedliche Ausprägung. Häufig überschreiten
die allergischen Krankheitserscheinungen nicht den Zustand einer
Befindlichkeitsstörung wie Unwohlsein, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit.
Aber auch bei stärkerer Gesundheitsbeeinträchtigung wird ein Zusammenhang
mit eventuell unauffälligen Veränderungen wie verstecktem Schimmelbefall
der Wohnung häufig nicht erkannt.
Zudem ist noch eine Vielzahl von Untersuchungen nötig, um alle
möglichen allergieauslösenden Pilzarten zu erfassen. Dies ist
notwendig, um bei Personen, die unter dem Verdacht stehen, in
(klimatisierten) Räumen eine allergische Krankheit gegen Schimmelpilzallergene
zu entwickeln, mit entsprechenden Testspektren die Zusammenhangsfrage
objektivieren zu können. Hier hat es sich bewährt, den Patienten
mit sogenantem eigenem Hausstaub zu testen, der die nicht identifizierbaren
Schimmelpilzallergene enthält (Jorde 1998).
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Hautmykosen, systemische, opportunistische Mykosen durch z.B.
Aspergillus oder Mucor- Arten. Die Voraussetzung für durch Schimmelpilze
verursachte Infektionen ist eine Schwächung des Immunsystems,
bzw. immunsuppressive Therapie, wie sie nach Transplantationen
angewendet wird. Besonders gefährdet sind solche Patienten bei
Aspergillussporen-Freisetzung während Abrißarbeiten von Altgebäuden
im Klinikgelände (Senkpiel 1999). Auch bei Mykosen spielen Toxinwirkungen
und allergische Reaktionen oft eine Rolle.
Patienten mit allergischer bronchopulmonaler Aspergillose sind
meist jüngere Asthmatiker und fast immer Atopiker, ebenso gehäuft
Mukoviszidose- Patienten. Durch Schleimpfropfbildung können inhalierte
Sporen keimen und Mycelien bilden. Sie dringen nicht ins Gewebe
ein, sondern leben saprophytisch in den Segmentbronchien. Durch
die andauernde Aussaat von Antigenen ins Gewebe wird die Bildung
von Antikörpern (IgG und IgE) induziert. Die darauf folgende Antikörperreaktion
ist für die Entzündungsreaktion und Gewebezerstörung verantwortlich.
Durch die Schädigung der Bronchialwand wird das Wachstum der Schimmelpilze
weiter gefördert.
Eine Kasuistik erschien über einen Müllwerker, der sich die Aspergillose
beim Verladen von Biomüll zugezogen hatte. Als Auslöser wurde
Aspergillus fumigatus identifiziert (Allmers et al. 1997; Bayerisches
Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen 1998).
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ß-D -Glukane. Sie sind zwar primär keine Allergene, haben aber
wichtige immunmodulierende Eigenschaften, das heißt sie können
die Reaktion auf Antigene verstärken oder abschwächen. Ein synergistischer
Effekt von 1,3-ß-Glucan und inhalierten Bakterienendotoxinen wurde
nachgewiesen (Rylander 1995).
Zur toxikologischen Beurteilung der MVOC wurde eine Versuchskammer
entwickelt um die Situation in Wohnräumen zu simulieren. 50 Pilzgattungen
wurden untersucht. Es wurden 70 verschiedene Substanzen identifiziert.
Es dominierten kurzkettige organische Verbindungen mit Alkohol-,
Keton- und Esterfunktionen. Abgesehen von einigen sehr geruchsintensiven
Verbindungen sind die meisten MVOC als Lösemittel bekannt. Die
Untersuchungen ergaben, dass die in Innenräumen durch Schimmelpilzbefall
hervorgerufenen MVOC-Konzentration üblicherweise in einem Bereich
von wenigen Nanogramm (ng) bis hin zu einigen 100 ng je Substanz
liegen. Nur wenige, die auch als technische Lösemittel angewendet
werden, überstiegen Werte von 1µg/m3. Aufgrund zahlreicher
Literaturhinweise kann mann schließen, dass erste Gesundheitsschäden
bei Lösemittelgemischkonzentrationen >500µg/m3 einsetzten
können, wenn keine hochtoxische Stoffe vorhanden sind. Da hochtoxische
MVOC aus Schimmelpilzen nicht bekannt sind, kann man bei bisherigem
Kenntnisstand davon ausgehen, dass keine solche Gesundheitsauswirkungen
von Schimmelpilz-MVOC ausgehen (Kruse 1998).
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Bisher sind 200 Schimmelpilzarten bekannt, die unter bestimmten
Bedingungen Toxine bilden können. Die Auswirkungen von Mykotoxinen
in Lebensmitteln werden seit langem untersucht. Bis zur Entdeckung
der Aflatoxine galt das Augenmerk den akut toxischen Effekten
der Mykotoxine. Später wurden auch ihre chronischen Wirkungen
und das krebserregende (kanzerogene) Potential untersucht. So
wurden durch epidemiologische Studien in Afrika und Südostasien
ein Zusammenhang zwischen Aflatoxinaufnahme mit der Nahrung und
dem Auftreten von Leberkrebs bewiesen. Es gibt aber nur sehr wenige
Studien bezüglich der gesundheitlichen Risiken durch Inhalationsbelastungen
bei Menschen insbesondere in Innenräumen, Wohnhäusern und Büros.
Die meisten Mycotoxine sind nicht flüchtig, weshalb deren Aufnahme
über die Lunge größtenteils über die Inhalation der Sporen erfolgt.
Sie treten an Arbeitsplätzen mit sehr hohen Konzentrationen an
organischem Feinstaub auf.
Für toxische Reaktionen, die bei mycotoxinbildenenden Schimmelpilzen
in sehr hohen Sporenkonzentrationen (>108 KBE/m3
) beobachtet werden, ist auch der Begriff Mykotoxikose gebräuchlich.
Die toxische Alveolitis ist eine grippeartige akute Erkrankung
mit den Symptomen Fieber, Schüttelfrost, Husten und Kurzatmigkeit,
die klinisch der akuten Phase der allergischen Alveolitis ähnelt.
Das Krankheitsbild wurde erstmals 1946 als Drescherfieber beschrieben.
Bei Sprühbefeuchtungen in Klimaanlagen und Druckereien (Papierbefeuchtung)
kann das Befeuchterfieber auftreten.
Diese Erkrankungen werden durch Mykotoxine aus Schimmelpilzen
und Endotoxinen aus gramnegativen Bakterien hervorgerufen, indem
sie das Immunsystem zur vermehrten Zytokinbildung (Zytokine=aktivierende
interzelluläre Mediatoren) stimulieren. (Senkpiel et al.1999)
Nach heutigen Erkenntnissen kommt es auch bei vielen Rezidiven
nicht zu einer irreversiblen Einschränkung der Lungenfunktion
wie bei der exogen-allergischen Alveolitis (EAA) (Sennekamp 1996)
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Einige Studien befassen sich mit dem Toxinbildner Stachybotrys
atra. S. atra produziert Trichothecene. Trichothecene gelten als
die potentesten Proteinsyntheseinhibitoren. Ihr Einsatz in der
Krebsbehandlung wurde ebenso untersucht wie die Verwendung in
der chemisch-biologischen Kriegsführung.
In der Hauptsache wirken die Trichothecenes-Stoffe im den menschlichen
und tierischen Organismus auf das Immunsystem, die Blutbildung
und Zellen, die unmittelbar mit unserer Umwelt in Verbindung stehen.
In der alten Literatur wurde die Wirkung mit der “Strahlenkrankheit”
verglichen:
- Hemmung der DNA-, RNA- Proteinsynthese
- Hemmung der Zellmitose und Zellzerstörung
- Störung und Suppression der Immunabwehr :
- Zelluläres und humorales Immunsystem,
- Weißes Blutbild: Lymphozyten, Makrophagen,
- Immunglobuline, Antikörperbildung,
Komplement- und Interferonaktivität
- Störung der Muko-ziliare Funktion in den Atemwegen
- Entzündliche und blutende Lungenerkrankungen
Folgende unspezifische gesundheitliche Beschwerden werden bei
Schimmelpilz-exponierten Patienten beschrieben (Johanning 1998):
- Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege (Nase, Nebenhöhlen,Rachen,
Lunge)
- Kopfschmerzen (Sinuses),
- allergischer Schnupfen, Nasenbluten, erkältungsähnliche Halsschmerzen,Reizhusten,
- Kurzatmigkeit, Engefühl in der Brust, zunehmende Luftnot
bei leichter Belastung,atmungsabhängige Brustschmerzen, Brenngefühl
in der Brust, Asthma-Giemen(Pfeifendes Atmen).
- Augenreizungen: Errötung, wässrig, Lichtempfindlichkeit, evtl.
Sehstörungen
- Hautreizungen: Verbrennungsähnlich mit Errötung, Brenngefühl;
“Kribbeln undBrennen” in den Fingern, den Händen und Füßen (barfüßiger
Kontakt), Dermatitis in Axilla und Perigenital
- evtl. Haarverlust (diffuse Alopezie)
- Grippe-ähnliche Beschwerden: Fiebrigkeit, Gelenk-und Muskelschmerzen,
Mattigkeit
- Übermäßig starke körperliche und geistige Erschöpfung (Chronic
Fatigue Syndrome)
- Probleme des Zentralen Nervensytems: Kopfschmerzen, Konzentrations-
und Gedächtnisstörungen, kognitive Störungen (besonders im Sprachbereich),depressive
Verstimmungen, gesteigerte Nervosität und Reizbarkeit, Schwindel-
und Gleichgewichtsstörungen.
- Magen-Darmstörungen: Übelkeit und Brechreiz, Verdauungsstörungen,
Bauchschmerzen wie bei einem Galle-Anfall
Zielorgane bzw. Systeme:
- Blut und Immunsystem, blutbildendes System (Knochenmark ?)
- Zentrales Nervensystem
- Haut und Schleimhäute
- Augen
- Obere und untere Atemwege (Lunge)
- (Magen-Darmtrakt )
- (Herz-Kreislaufsystem)
Abhängig von der Dosis, Häufigkeit und Zeitpunkt der Trichotheceneexposition
kann das Immunsystem entweder stimmuliert oder können wichtige
Immunitätsregler gestört oder gehemmt werden. Die Mykotoxine können
direkte oder indirekte Wirkungen auf Teile des Immunsystems haben.
Eine wichtige Zielwirkung scheint die Störung der T-Lymphozyten
zu sein, insbesondere die der Suppressor-T-Lymphozyten (CD8).
Wiederholte, auch in geringen Dosen erfolgende Toxinexposition
bewirkte eine Verrringerung der T-Zellen, B-Zellen und Makrophagen
sowie der Neutrophilen (weiße Blutkörper).
Die Trichothecen-Mykotoxine sind nicht hinreichend erforscht, um eine definitive
Aussage bezüglich der krebserzeugenden bzw. -fördernden Wirkung
zu treffen (Johanning 1998)
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In einigen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, daß
Bewohner und Angestellte nach intensivem und langem Schimmelpilzkontakt
verursacht durch Wasser- und Feuchtigkeitsschäden ein nachweislich
erhöhtes Risiko haben (Husmann 1996; Reijula 1996, Björnson et
al. 1995, Johanning et al. 1996, Garret et al. 1998).
Als typische Erkrankungen sind zu nennen: Erkrankungen der oberen und unteren
Atemwege, Rhinitis, Sinusitis, Laryngitis, Bronchitis, Alveolitis;
Reizerscheinungen in den Augen und auf der Haut; erhöhte Infektanfälligkeit,
chronischer Erschöpfungszustand (chronic fatigue syndrome) und
Allergien. Es gibt auch Hinweise darauf, daß es bei einigen immungeschwächten
Individuen, sehr jungen und alten Menschen zu sehr ernsten u.U.
auch tödlichen Erkrankungen kommen kann.
Bestimmte Schimmelpilze, wie zum Beispiel Stachybotrys atra, Aspergillus spp.,
Penicillium spp., Trichoderma, Paecilomyces können sehr potente
Giftstoffe (Mykotoxine) produzieren (Ueno 1983, Hendry und Cole
1993). Diese sind hauptsächlich in den Sporen enthalten und können
unter bestimmten Umweltbedingung leicht luftgängig (airborne)
werden und zu einer signifikanten Luftkontaminierung beitragen
(Sorenson et al 1987). In neueren klinisch-epidemiologischen Untersuchungen
und Fallbeschreibungen werden nun auch Zeichen einer inhalationsbedingten
Intoxikation beschrieben (Hintikka 1987; Hendry und Cole 1993;
Johanning, Morey, Goldberg 1993; Auger, Gourdeau und Auger 1995,
Johanning 1998)
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Der Zusammenhang zwischen neurotoxischen Symptomen und dem Vorhandensein
von toxinbildenden Schimmelpilzen war Gegenstand von Untersuchungen,
die von Auger (1995) zusammengefasst wurden. Diese Berichte basieren
auf „soft data“, eine epidemiologische Analyse ist aufgrund der
Datenlage nicht möglich. Hieraus ein Beispiel:
50 Angestellte eines Krankenhauses litten unter folgenden Symptomen
- extreme Müdigkeit und schwere kognitive Störungen
100%
- Neurokognitive Probleme
90%
- Chronische Halsentzündung
78%
- Muskelschmerzen und/oder –Schwäche
74%
- Häufige Infektionen der oberen Luftwege
50%
Mehrfache Oberflächen- Luftprobenuntersuchungen auf Schimmelpilze
ergaben das Vorhandensein von Stachybotrys atra, Aspergillus niger,
A. versicolor, A. Clavatus, A. Ochraceus, Penicillium brevicomp,
P. Cyclopium, Paecilomyces varioti.
Nach Dekontamination wurden 22 verfügbare Teilnehmer der Studie
nachuntersucht. Ergebnis:
- 2 hatten sich nicht erholt
- 2 fühlten sich etwas besser
- 13 fühlten sich sich 80 bis 100% genesen
- 3 führten ihre Symptome auf Stress zurück
- 2 hatten jetzt eine andere Diagnose
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Anhand von “Hausbesuchen” eines Arbeits- und Umweltmediziners
in verschiedenen geographischen Teilen der USA sollen vielleicht
zunächst “mysteriös” erscheinende Erkrankungen und gesundheitliche
Störungen von Hausbewohnern untersucht und dargestellt werden
(Johanning 98):
Ziel der Felduntersuchungen:
- Erfassung von Gesundheitsbeschwerden und Erkrankungen
- Ermittlung der Exposition (Belastungen durch Schimmelpilze
oder anderen Noxen)
- Medizinische Laboruntersuchungen
Fall 1: Northern California.
Vierköpfige Familie in einem Apartmenthaus (Holz/Gipswände) überwiegend
mit Symptomen der Hautreizungen, Grippe ähnlichen Beschwerden,
schweren Erschöpfungszuständen, Gedächtnisstörungen, Reizzuständen/Nervosität.
Beschwerden über mehrere Monate zunehmend. Labortest positiv für
IgE und IgG spezifische Antikörper gegen mehrere Schimmelpilzarten,
die auch in den Luftprobenkulturen Vorort festgestellt wurden.
Luftproben mit Impaktor:
Stachybotrys atra (St. a.), Aspergillus (ASP), Penicillium (PNC),
Cladosporium; Luft-Keimgehalt: von 447 bis >4711 KBE/m3.
Gipskartonplatte (gypsum board): 4130000 KBE/g , Stachybotrys
chartarum (”thick heavy mate”), PNC, A. versicolor, Ulocladium,
Acremium. Elektronenmikroskopische Bestimmung (M.G.): St. a.,
Scopulariopsis spp., Fusarium, A. nidulans, Alternaria.
Fall 2: Midwest (Chicago):
Vierfamilien Haus (Holz/Gipsmaterialien). Erwachsene und Kinder
klagen über neu aufgetretene und sich verschlimmernde Allergien,
Atemwegserkrankungen (Laryngitis, Sinusitis, chronischer Reizhusten,
Engegefühl in der Brust, Atemnot bei körperlicher Anstrengung),
Kopfschmerzen, Schwindelgefühl. Ein Großteil der Symptome traten
auf, nachdem das Haus wegen eines defekten Abflußrohres ca. 30
cm unter Wasser stand. Danach entwickelten sich an den unteren
Wänden (Gipskarton) und den Fußleisten (Holz) deutlich sichtbare
dunkelfarbige Veränderungen. Labortest positiv für IgE und IgG
spezifische Antikörper gegen mehrere Schimmelpilzarten, die auch
in den Luftprobenkulturen vor Ort festgestellt wurden
Luftproben mit Impaktor:
S. atra in 3 von 20 Proben, ASP, PNC, Chaetomium, Ulocladium,
Luft-Keimgehalt: von 269 bis >2827 KBE/m3 .
Fall 3: Ostküste, USA:
Einfamilienhaus (Holz/Gips/Glaswolledämmaterialien). Wiederholter
Wetterschaden führt zu massivem Wassereinbruch mit Durchnässen
von Dach- bis Kellerbereich). Der Hauseigentümer, der Reparaturen
selbst durchführte klagt seither über schwere Rhinitis/Sinusitis-Komplikationen,
Beschwerden der oberen und unteren Atemwege (Atemnot bei Belastung,
Brenngefühl, Reizhusten, Brustenge), Augen- und Sichtstörungen
und besonders über schwerste Erschöpfungszustände und Mattigkeit,
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen - die zur Berufsaufgabe
führten -, als auch über depressive Verstimmungen. Klinische Untersuchungen
bestätigen insbesondere fortgeschrittene entzündliche Veränderungen
in den oberen Atemweg- und Stirnhöhlenbereichen und neurologisch-kognitive
Defekte (besonders bei der Sprache und Gedächtnisfunktionen).
Luftproben mit Impaktor:
Stachybotrys a. in allen Kulturproben; ASP, PNC, Cladosporium,
Trichoderma. Luft-Keimgehalt: 600 - > 4711 KBE/m3.
Mykotoxinanalyse der Feldproben:
Alle Feldproben aus den Problemhäusern (Gypsum-wallpaper, Holz)
von Fall 1 und Fall 2, die mit St. a. und anderen Schimmelpilzen
(s.o.) kontaminiert waren, zeigten in Zellkultur - Screeningtests
hoch zytotoxische Reaktionen im Vergleich zu nicht-kontaminierten
Proben.
Fall 3: Proben aus unterschiedlichen Räumen und Materialien (Gipskarton,
Glaswolle). Mit S. atra u.a. kontaminierte Proben zeigten im Screeningtest
stets, wenn auch unterschiedliche Zytotoxizität im Vergleich mit
den nicht-kontaminierten Baumaterialien. In der chemischen Analyse
wurden in neun von 12 Proben makrozyklische Trichothecene (Satratoxin
H) und in allen Proben Stachybotrylactone/lactams in z.T. unterschiedlicher
Konzentration nachgewiesen.
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Bei 30 Säuglingen, die in schimmelpilzbelasteten Sozialwohnungen
aufwuchsen wurden mehrere Fälle von Lungenblutungen festgestellt.
Davon verliefen neun Fälle tödlich. Eine Untersuchung des Center
for Disease Controll (CDC), Atlanta und des National Institute
for Occupational Safety and Health (NIOSH), Morgantown, VA. ergab,
daß die betroffenen Kleinkinder in ungewöhnlichen Maße Schimmelpilz-
und Stachybotrys atra - exponiert waren, da es wegen baulicher
Mängel und Überflutung zu Wasserschäden kam. Die durchschnittliche
Schimmelpilzbelastung in den betroffenen Kinderzimmern lag bei
30 000 KBE/m3 gegenüber den Kontrollwohnungen mit 707
KBE/m3 und für Stachybotrys atra bei 43 KBE/m3
bzw. 4 KBE/m3. In einer Fall-Kontrollstudie betrug
das statistische Wahrscheinlichkeitsrisiko (Odd ratio) für die
erkrankten Säuglinge stachybotrys-exponiert zu sein 11,9 (Johanning
1998).
Finnische Forscher haben in Tierversuchen mit Mäusen nach intranasaler
Applikation von Stachybotrys atra Sporen, die sehr hohe Satratoxin-Konzentrationen
enthielten, ähnliche Effekte erzielt wie in den betroffen Cleveland-Säuglingen
festgestellt wurden. Die Schimmelpilzsporen verursachten in den
Mäusen starke Entzündungszeichen in den Alveolaren (Lungenbläschen),
Bronchien und führte zu Blutungen (Nikulin et al. 1996).
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In einer klinisch-epidemiologischen Studie (Johanning et al.
1996) wurde der Gesundheitszustand von Büroangestellten
beurteilt, die in einem Kellerbüro arbeiteten, das durch wiederholte
Feuchteschäden mit Schimmelpilzen, insbesondere Stachybotrys atra
belastet war. Bei einer Reihe von Luftprobenahmen wurden neben
anderen Schimmelpilzsporen teilweise sehr hohe (bei agressiver
Probenahme bis zu 2x104 KBE/m3) Konzentrationen
an S. atra – Sporen gefunden. Materialproben von Gipskartonplatten
und Büchern ergaben Konzentrationen von bis zu 106
KBE/cm3.
In Materialproben wurde das von S.atra produzierte Trichothecen
Satratoxin H und Spirolakton nachgewiesen
In dieser Fall-Kontrollstudie (Angestellte, n=53; Referenzgruppe
n= 21) wurde ein statistischer Zusammenhang zwischen Exposition
und Störungen der unteren Atemwege (Bronchitis, Asthma, chronischer
Reizhusten), Hautreizung, Augenbeschwerden, konstitutionellen
Beschwerden (Grippegefühl, Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein),
chronischer Erschöpfungszustand (Chronic Fatigue Syndrome (CFS)
und labor-chemischen Veränderungen, insbesondere des weißen Blutbildes
und des Immunsystems festgestellt. T-Lymphozyten Zahl und Funktion
(in-vitro Proliferation) waren bei den exponierten Büroangestellten
statistisch signifikant vermindert oder eingeschränkt. Spezifische
S. atra Antikörper- Tests zeigten minimale Unterschiede bei unterschiedlicher
Exposition.
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AGÖF (Hrsg.) (1999); Ökologisches Bauen: Energiesparend, emissionsarm
und zukunftsfähig?! Ergebnisse des 5. Fachkongresses der Arbeitsgemeinschaft
Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) 1999 in Bremen – Springe-Eldagsen:
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Autor: Dipl.-Biol. Martin
Pritsch, AnBUS e.V.
anbus@t-online.de
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